Vorurteile und deren Abschaffung

Vorab ein Zitat aus Wikipedia: „Als Kampfhunde im eigentlichen Sinne werden Hunde bezeichnet, die zu Tierkämpfen, insbesondere zu Hundekämpfen, aber auch zu Kämpfen z. B. gegen Bullen gezüchtet, ausgebildet und eingesetzt wurden. Der Begriff bezeichnete ursprünglich keine bestimmte Hunderasse, sondern ein bestimmtes Einsatzgebiet.“

Das gleiche gilt natürlich auch für Schutzhunde, Suchhunde, Lawinenhunde, Spürhunde oder Jagdhunde. Nur, bei den zuletzt genannten Hunden käme kein Mensch auf die Idee eine bestimmte Rasseeigenschaft zur Grundlage von Verboten oder Gesetzen zu machen.

Nur beim sogenannten Kampfhund denken die meisten Menschen direkt an zähnefletschende Bestien mit „irrem“ Blick. Aber käme jemand auf die Idee diesen hier abgebildeten Bassetrüden als „Gemeingefährlich“ einzustufen?

Der liebevollste Hund der Welt

Oder den im Titel abgelichteten Vollpfosten als liebevolles Haustier?

Besonders gefährlich sind die beiden hier abgebildeten „Kampf(schmuse)maschinen“:

Kampfschmuser Essi und Hermann

Seit einiger Zeit beobachte ich im Internet Beiträge zu diesem Thema und ich bin immer wieder erschreckt über die Vorurteile, die ich nicht nur dort, sondern auch im persönlichen Umgang mit Hundehaltern auf unseren Gassirunden mache. In den meisten Fällen sind es nicht die Hunde, die über ein potentiell aggressives Verhalten verfügen, sondern die Halter selbst. Bei den sogenannten Kampfhunde handelt es sich oft um friedliche und verschmuste Hunde, während ich oft erlebe, dass als ungefährlich eingestufte Hunde oft, durch die falsche Behandlung und Erziehung ihrer Herrchen, unberechenbar werden.

Eine bestandene Wesensprüfung würde wahrscheinlich mehr bringen als eine Klassifizierung und höhere Steuern. Lange galt der Stafford als typischer Zuhälterhund, dem eine höhere Steuer auch keine Probleme bereiten würde.

Einen anderen und sympathischeren Eindruck macht eine Forderung aus Niedersachsen. Jessica Rösler von IG gegen Rasselisten e.V sagt:

„Von meinem Verein IG Gegen Rasselisten e.V gegen die Kampfhundesteuern in Niedersachsen…wir wollen erreichen, dass das Gesetz geändert wird und den Gemeinden wie in Schleswig-Holstein die Rechtsgrundlage zur Erhebung von willkürlich hohen Hundesteuern für bestimmte Rassen entzogen wird.“

Mehr und ausführlichere Informationen und eine entsprechend vorbereitete Petition finden Sie hier:

www.gegenrasselisten.de

Ein spannendes Thema, das die Gemüter erhitzt, aber gut beschrieben mit vielen interessanten Informationen.

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