Susanne Sahner berichtet über alte und neue Bücher, Neuerscheinungen, und Autoren

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bei Burkhard Thom

Heute geht es bei mir um ein sehr ernstes und oft unterschätztes Thema, das mir sehr am Herzen liegt.

ALKOHOL

Burkhard ist nicht nur Autor, sondern war viele Jahre alkoholabhängig. Jetzt hilft er anderen Menschen, die selbst abhängig sind und ihren Angehörigen.

Da es ein sehr langer Beitrag ist, werde ich ich ihn in mehrere Beiträge splitten, weil es dann übersichtlicher ist und wegen der Schwere des Themas auf Smileys (mit denen ich sonst gerne die Beiträge verziere) verzichten. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn ihr die Beiträge kräftig teilen würdet, weil es wirklich so viele Betroffene da draußen gibt. Ich sage jetzt schon einmal DANKE.

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Alkohol – Die Gefahr lauert überall! – Teil 1/3

Als kaufmännischer Angestellter wechselte Burkhard Thom vom Handelseinkauf zum industriellen Einkauf und damit begann die Zeit der Fernreisen.
Einkauf „weltweit“, in insgesamt über 40 Ländern dieser Erde. Immer in Hotels, viel auf Achse und vor allem immer in Kontakt mit Restaurants, Kneipen, Bars und Alkohol.
Die letzten beruflichen rund 18 Jahre, wurden bestimmt durch Reisen in viele asiatische Länder. Insbesondere in dieser Zeit entstanden viele Betrachtungen zum Thema Alkoholismus und Co-Abhängigkeit.
Fast alle Vorgesetzten hatten Alkoholprobleme oder waren zumindest alkoholischen Getränken zugeneigt. Hinzu kamen die zahllosen Bekanntschaften auf Reisen, die Menschen in den Hotelbars und natürlich auch die zahllosen Lieferanten in den vielen Ländern. Alkohol spielte überall eine große Rolle.

Seine Ehe stand immer unter schweren Belastungsproben. Angefangen von der Abwesenheit durch Bundeswehr und den beruflichen Einsatz, folgte der Alkohol. Nur durch Liebe und Verantwortungsbewusstsein konnten diese außergewöhnliche Belastungen bewältigt werden. Besonders zu erwähnen ist, dass der Sohn von Burkhard und seiner Frau trotz dieser chaotischen Umstände unbeschadet aufgewachsen ist. Das ist leider nicht immer der Fall. Oftmals leiden die Angehörigen ihr Leben lang darunter und leben ständig in der Angst, dass der Betroffene wieder rückfällig werden könnte. Die Angehörigen mutieren oft zu Meister Detektiven, müssen sich aber auch nicht selten in psychologische Behandlung begeben.

Seit 1.Juli 2015, nach 50 Jahren und drei Monaten aufregendem Berufsleben ist Burkhard jetzt in Rente. Familie, Kinder und Enkel bestimmen sein Leben. Aber immer noch findet er Zeit für seine Leidenschaft – das Schreiben.

Seine Freizeit verbringt er vor dem Rechner und verfasst Artikel für seinen Blog (www.Doggybag-Bergheim.de), schreibt für Zeitungen (Internet), „bastelt“ an Buchideen ( z.b. „Mein Hund heißt NEIN!“) oder wirbt für seinen Ratgeber „Alkohol – Die Gefahr lauert überall!“, der jetzt auch als HÖRBUCH auf dem Markt ist.

#Nachgefragt #BurkhardThom #Alkohol #Alkoholiker #Alkoholabhängig#Hunde #Autor

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bei Burkhard Thom – Teil 2/3

Interview zum Thema ALKOHOL

𝒲𝒶𝓈 𝒽𝒶𝓉 𝒟𝒾𝒸𝒽 𝒹𝒶𝓏𝓊 𝒷𝑒𝓌𝑒𝑔𝓉 𝒹𝒶𝓈 𝐵𝓊𝒸𝒽 „𝒜𝓁𝓀𝑜𝒽𝑜𝓁 – 𝒟𝒾𝑒 𝒢𝑒𝒻𝒶𝒽𝓇 𝓁𝒶𝓊𝑒𝓇𝓉 𝓊̈𝒷𝑒𝓇𝒶𝓁𝓁!“ 𝓏𝓊 𝓈𝒸𝒽𝓇𝑒𝒾𝒷𝑒𝓃?
Nach 24 Jahren aktiver Sauferei beendete ich 1992 meine aktive Trinkerkarriere. Danach folgten 24 Jahre einer beruflichen Karriere, die mit zahllosen Auslandsreisen, gesellschaftlichen Verpflichtungen und vielen Kontakten, die fast immer mit Alkohol in Berührung waren. Für die Jahre danach, also bis zu meinem Renteneintritt, bezeichne ich mich als „Co-Abhängigen“. Viele meiner Vorgesetzten tranken, Kollegen und auch Mitarbeiter. Die Duldung von Alkohol, Entschuldigungen vor Geschäftsleitung, Kollegen und deren Familien waren oft grenzwertig. Diese Tatsache, aber auch das Wissen, wie sehr das Umfeld unter der Trinkerei leidet, brachten mich auf die Idee anderen Menschen zu helfen. Deshalb entstand auch keine „Lebensbeichte“ sondern ein Ratgeber mit praktischen Tipps und Hinweisen.

𝒲𝒾𝑒 𝒾𝓈𝓉 𝒹𝑒𝒾𝓃𝑒 𝐹𝒶𝓂𝒾𝓁𝒾𝑒 𝒹𝒶𝓂𝒾𝓉 𝓀𝓁𝒶𝓇 𝑔𝑒𝓀𝑜𝓂𝓂𝑒𝓃?
Es wäre vermessen zu sagen: Meine Familie kam klar. Das ist in keiner Familie so. Die gesamte Familie, das Umfeld, alle die mit dem Trinker in Kontakt stehen, leiden. Nur, der Alkoholiker sieht das nicht und auch ich habe es nicht gesehen. Meine Frau verfolgte immer nur ein Ziel: Das Kind muss geschützt werden, es darf nicht leiden. Sie widmete ihre gesamte Kraft und ihre Liebe unserem Sohn. Für sie war immer klar: Wenn der Sohn 18 ist und es hat sich nichts geändert, dann bin ich weg. Als mein Sohn 16 war, habe ich die Reißleine gezogen. Ich bin mir sicher, meine Frau hätte ihre Aussage wahr gemacht und wenn ich in den Jahren danach oder heute rückfällig würde, es bedeutete das Ende unserer Ehe.

𝒲𝒾𝑒 𝒽𝒶𝓈𝓉 𝒹𝓊 𝑒𝓈 𝑔𝑒𝓈𝒸𝒽𝒶𝒻𝒻𝓉 „𝓉𝓇𝑜𝒸𝓀𝑒𝓃“ 𝓏𝓊 𝓌𝑒𝓇𝒹𝑒𝓃?
Auf unverantwortliche Art und Weise, denn ich habe kalt entzogen. Dies bedeutet – ohne Hilfsmittel (Medikamente) und ohne ärztliche Betreuung. Heute weiß ich, es war unverantwortlich. Nur meine Frau und ich. Sie versorgte und umsorgte mich, war bei mir und linderte die Entzugsqualen. Auslöser war ein Schlüsselerlebnis im philippinischen Urwald und ein Erlebnis mit einem Medikament. Ich schreibe darüber im Buch. Geschafft mit Kraft und Willen und die Tatsache ist das Einzige, auf das ich, neben meiner Familie, unglaublich stolz bin.

𝒲𝒾𝑒 𝓁𝒶𝓃𝑔𝑒 𝒽𝒶𝓈𝓉 𝒹𝓊 𝒶𝓃 𝒹𝑒𝓂 𝐵𝓊𝒸𝒽 𝑔𝑒𝓈𝒸𝒽𝓇𝒾𝑒𝒷𝑒𝓃?
Alles in allem, incl. Recherchen gut sechs Monate. Die Gedanken zum Buch waren in mir, ein „roter Faden“ fehlt, aber den gibt es auch nicht im Leben eines Alkoholikers.

𝒟𝓊 𝒽𝒶𝓈𝓉 𝓂𝒾𝓉 𝒶𝓃𝒹𝑒𝓇𝑒𝓃 𝒜𝓊𝓉𝑜𝓇𝑒𝓃 𝓏𝓊𝓈𝒶𝓂𝓂𝑒𝓃 𝟤 𝐵𝓊̈𝒸𝒽𝑒𝓇 𝓂𝒾𝓉 𝒦𝓊𝓇𝓏𝑔𝑒𝓈𝒸𝒽𝒾𝒸𝒽𝓉𝑒𝓃 𝓊̈𝒷𝑒𝓇 𝐻𝓊𝓃𝒹𝑒 𝑔𝑒𝓈𝒸𝒽𝓇𝒾𝑒𝒷𝑒𝓃. 𝒲𝒶𝓃𝓃 𝒷𝒾𝓈𝓉 𝒹𝓊 „𝒶𝓊𝒻 𝒹𝑒𝓃 𝐻𝓊𝓃𝒹“ 𝑔𝑒𝓀𝑜𝓂𝓂𝑒𝓃?
Insbesondere die Zeit, nach der Veröffentlichung des Buches und dem Beginn an der Arbeit zum gleichnamigen Hörbuch, wurde äußerst intensiv. Vor und nach Lesungen sprachen mich Betroffene an. Ich mache auch Gespräche in Kliniken und Therapieeinrichtungen und stehe für Gespräche, Telefonate und Unterstützung eigentlich jeden Tag zur Verfügung. Immer mehr Menschen brauchen Unterstützung, Hilfe und Beratung. Ich will hier nicht ins Detail gehen, aber diese Gespräche rauben Dir die Kraft, denn sie gehen tiefer als erwartet, verzehren Dich und stellen Dich (teilweise) auf neue Proben. Es geht dabei von Hoffnungslosigkeit über den Willen zur Therapie, bis hin zum Tod.
Um sich selbst zu schützen und „etwas Anderes“ zu machen entstand der Gedanke an heitere Kurzgeschichten für eine Internetzeitung. Als Besitzer eines Bassets lag es nah sich mit der Fellnase und seinem Leben zu beschäftigen. Schnell wurden Gleichgesinnte gefunden und es entstanden zwei Anthologien mit Geschichten rund um Hund und Herrchen. Und ganz ehrlich, klar sind die Bücher zum Thema Alkohol ein bestimmender Bestandteil in meinem Leben geworden, aber die Hundebücher mit den Kurzgeschichten verbreiten einfach nur Spaß und Freude.

𝒜𝓃𝓂𝑒𝓇𝓀𝓊𝓃𝑔
Alle Autoren von mein Hund heißt „Nein“! und Best of ISSN´ RÜDE spenden ihre Autorenvergütung für einen wohltätigen Zweck an die Vereine „SOS-DOG e. V.“ und „IG Gegen Rasselisten e. V.“ !

𝒲𝒶𝓃𝓃 𝒽𝒶𝓈𝓉 𝒹𝓊 𝓊̈𝒷𝑒𝓇𝒽𝒶𝓊𝓅𝓉 𝒶𝓃𝑔𝑒𝒻𝒶𝓃𝑔𝑒𝓃 𝓏𝓊 𝓈𝒸𝒽𝓇𝑒𝒾𝒷𝑒𝓃?
Angefangen hat die Schreiberei 1964, damals verfasste ich für die Westdeutsche Allgemeine (Ausgabe Langenberg) eine Wochenendseite „Junge Leute heute“. Berichte aus Diskotheken, Meinungsumfragen, Hitparaden, einfach alles was junge Menschen damals interessierte. Damals durfte ich die Stones, Who, John Mayall und viele andere interviewen. Nach der Lehre kam aber eine fast 40jährige Pause.

𝑀𝑜̈𝒸𝒽𝓉𝑒𝓈𝓉 𝒹𝓊 𝓊𝓃𝓈𝑒𝓇𝑒𝓃 𝐿𝑒𝓈𝑒𝓇𝓃 𝓃𝑜𝒸𝒽 𝑒𝓉𝓌𝒶𝓈 𝓂𝒾𝓉 𝒶𝓊𝒻 𝒹𝑒𝓃 𝒲𝑒𝑔 𝑔𝑒𝒷𝑒𝓃?
In den vergangenen Monaten wurde ich wiederholt aufgefordert eine eigene Selbsthilfegruppe zu gründen und dort die Unterstützung von Betroffenen aus den Bereichen Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit zu übernehmen. Ich muss betonen dass ich Selbsthilfegruppen für absolut notwendig erachte und dass sie eine wertvolle Unterstützung auf dem Weg in eine dauerhafte Suchtfreiheit bilden. Ein unbedingtes Muss bei der Bewältigung von Abhängigkeiten.

Ich persönlich glaube aber auch dass die Betreuung innerhalb einer Gruppe, die meist einmal wöchentlich oder alle 14 Tage zusammen kommt (allein) nicht ausreicht. Aus diesem Grund verzichte ich auch auf die Einrichtung einer Gruppe und widme mich ausschließlich Einzelpersonen in einer direkten Betreuung. Während die Gruppe sehr pauschal mit den Mitgliedern umgehen muss, erfolgt der Umgang mit Einzelpersonen auf sehr persönlicher Basis und unter Einbeziehung des Umfeldes.

Dabei geht es sowohl um die Vermeidung von Rückfällen zwischen Entgiftung und während der Wartezeit auf die Langzeittherapie, als auch um Rückfälle die durch Unachtsamkeit, Unwissenheit oder fehlende Betreuung nach der LZT, verursacht werden. Einen besonderen Schwerpunkt bilden auch Hilfe und Unterstützung von Menschen die sich aus der Co-Abhängigkeit befreien wollen. Wer kennt die Umstände, die Belastungen für sein Umfeld, die Bedrohungen, die Täuschungen, die Lügen und die Ausreden besser als der trockene Alkoholiker. Seine Erfahrungen im Umgang mit seinem Umfeld können eine wesentliche Unterstützung bei der Bewältigung einer Co-Abhängigkeit sein.

Anders als bei öffentlichen Gruppen oder professionellen, gewinnorientierten und wirtschaftlich denkenden Coaches geht es mir um die Unterstützung auf einer individuellen und persönlichen Basis.
In meinem Buch (Alkohol – Die Gefahr lauert überall!) schrieb ich: „Ich kann keine Garantie übernehmen, dass der Inhalt des Buches (oder mein Einsatz) aus der Sucht führt, aber wenn es gelingt, einigen Wenigen die Rückkehr in ein normales Leben zu ermöglichen, dann hat sich der Aufwand gelohnt“
Aus diesem Grund bin ich auch bereit jeden Interessierten zu unterstützen.

𝒲𝒾𝑒 𝓀𝑜̈𝓃𝓃𝑒𝓃 𝒹𝒾𝒸𝒽 𝓊𝓃𝓈𝑒𝓇𝑒 𝐿𝑒𝓈𝑒𝓇 𝓀𝑜𝓃𝓉𝒶𝓀𝓉𝒾𝑒𝓇𝑒𝓃?
Ihr könnt mich jederzeit unter Buch@Burkhard-Thom.de oder mobil – 0157-52389488 erreichen.

𝒱𝒾𝑒𝓁𝑒𝓃 𝒟𝒶𝓃𝓀 𝒻𝓊̈𝓇 𝒹𝒶𝓈 𝐼𝓃𝓉𝑒𝓇𝓋𝒾𝑒𝓌, 𝒹𝑒𝓃 𝐵𝓁𝒾𝒸𝓀 𝒾𝓃 𝒹𝑒𝒾𝓃 𝒫𝓇𝒾𝓋𝒶𝓉𝓁𝑒𝒷𝑒𝓃,𝒹𝑒𝒾𝓃𝑒 𝒪𝒻𝒻𝑒𝓃𝒽𝑒𝒾𝓉 𝓊𝓃𝒹 𝒹𝑒𝒾𝓃𝑒 𝐻𝒾𝓁𝒻𝑒 𝒻𝓊̈𝓇 𝒶𝓁𝓁 𝒹𝒾𝑒 𝒷𝑒𝓉𝓇𝑜𝒻𝒻𝑒𝓃𝑒𝓃 𝑀𝑒𝓃𝓈𝒸𝒽𝑒𝓃.
𝐼𝒸𝒽 𝒽𝑜𝒻𝒻𝑒 𝓈𝑒𝒽𝓇, 𝒹𝒶𝓈𝓈 𝒹𝓊 𝓃𝑜𝒸𝒽 𝓋𝒾𝑒𝓁𝑒𝓃 𝑀𝑒𝓃𝓈𝒸𝒽𝑒𝓃 𝒽𝑒𝓁𝒻𝑒𝓃 𝓀𝒶𝓃𝓃𝓈𝓉 𝓊𝓃𝒹 𝓈𝒾𝒸𝒽 𝓃𝒶𝓉𝓊̈𝓇𝓁𝒾𝒸𝒽 𝒹𝑒𝒾𝓃𝑒 𝐵𝓊̈𝒸𝒽𝑒𝓇 𝓊𝓃𝒹 𝒹𝒶𝓈 𝐻𝑜̈𝓇𝒷𝓊𝒸𝒽 𝑔𝓊𝓉 𝓋𝑒𝓇𝓀𝒶𝓊𝒻𝑒𝓃.
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https://www.amazon.de/Alkohol-Gefahr-überall-Sterneko…/…/ref (auch als Hörbuch!)

https://www.amazon.de/Mein-Hund-heißt-NEIN-Kurzgeschi…/…/ref

https://www.amazon.de/Best-ISSN´-RÜDE-andere-Geschich…/…/ref

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bei Burkhard Thom – Teil 3/3

zum Thema ALKOHOL

Burkhard über die Vermeidung von Rückfällen und Unterstützung von Co-Abhängigen:

Als ich vor einigen Monaten den Ratgeber „ALKOHOL – DIE GEFAHR LAUERT ÜBERALL!“ fertig gestellt hatte, war ich mir sicher: Darauf hat die Welt gewartet!

Dass aber Alkoholiker nicht daran interessiert sind Tipps zur Rückfallvermeidung zu bekommen, das hätte ich mir eigentlich denken können. So verwundert es auch nicht, das ein großer Teil der Leser aus dem Bereich der trockenen Alkoholiker, die ein wirkliches Interesse an dauerhafter Trockenheit haben stammt, und ein noch größerer Teil an meinen Informationen zum Thema „Co-Abhängigkeit im Umfeld“ interessiert ist.

Der Alkoholiker lebt in seiner eigenen Welt und nur er SELBST kann sich aus der Umklammerung durch den Alkohol befreien. Deshalb kann der Ratgeber für den Alkoholiker auch nur eine Information über Möglichkeiten zum Entzug sein.

Viel wichtiger sind die beiden weiteren Schwerpunkte im Buch:
Zum einen geht es um die Unterstützung von trockenen Alkoholikern, von Menschen die aus der Langzeittherapie kommen, die dem Alkohol abgeschworen haben. Hier gilt es die Sensibilität zu erhöhen, die Rückfallquote durch richtiges Verhalten zu senken und darauf zu achten das der Betroffene im Tagesablauf alle Kriterien zur Vermeidung von Rückfällen einhalten kann.

Ich bin ein Vertreter der Null – Alkohol-These. Das heißt im Klartext, jeglicher Genuss von Alkohol, alkoholhaltigen Zutaten und Aromen ist zu vermeiden. Dies ist verbunden mit völlig offenem Umgang mit dem Thema „Ich bin Alkoholiker“, über das Studium aller Lebensmittelbeschreibungen auf Fertigwaren, Verpackungen, in Restaurants usw. Immer klar und deutlich: Die bewusste Aufnahme von Alkohol geht nicht, unbewusst „kann“ gehen. Allerdings ein sofortiger Stop wenn die die Ingredienzien bekannt sind.

Meine Schwerpunktthemen derzeit in diesem Bereich: Einführung einer Kennziffer, ähnlich wie bei Farbstoffen, auf Speisekarten. Betroffen sind nicht nur trockene Alkoholiker, sondern auch Gläubige, Allergiker, Schwangere und vor allem Kinder. Weder Politik noch Wirtschaft reagieren auf diese Problematik, die DEHOGA(Schreiben liegt vor) verharmlost die Angelegenheit und will sich nicht mit den Betrieben anlegen. Die Verbannung von „Flachmännern“ aus den Kassenzonen sein hier nur am Rande erwähnt.

Zum anderen Themenbereich gehört die Unterstützung von Menschen, die im Umfeld von Alkoholikern leben, gelebt haben oder sonst vom sogenannten Co-Alkoholismus betroffen sind.
Kurze Erklärung, der Co-Abhängige trinkt nicht selbst. Er schützt und bestärkt den Trinkenden durch sein Verhalten. Die gesundheitlichen Gefahren für einen Co-Alkoholiker können immens sein.
Gegenüber Freunden, Verwandten und Bekannten wird dem Trinkenden die Verantwortung für sein Handeln mehr und mehr abgenommen. Sein Trinkverhalten(und die Abhängigkeit) werden entschuldigt und gerechtfertigt. Beispiel: „Er arbeitet sehr hart, da trinkt er schon mal was. Er hat so viel Stress und ein Gläschen hilft ihm, den abzubauen. Sie hat sich heute so geärgert, da gönnen wir ihr ein Gläschen“.
Hinzu kommt, dass heimliches Trinken vertuscht wird. Leergut wird weggeräumt, Verunreinigungen beseitigt.
Kann der Trinker nicht zur Arbeit gehen, werden Alibis geschaffen und der Betroffene wird entschuldigt. Aufgaben des/der Betroffenen werden übernommen.
Der Co-Alkoholiker gibt sich oft selbst die Schuld am Trinkverhalten des Partners, das führt unbedingt zu einer Schuldzuweisung des Trinkers. Er sucht ohnehin permanent die Schuld bei Anderen, da greift er das schlechte Gewissen des Partners, Freundes, Kollegen, gerne auf. Zwei der gröbsten und folgenschwersten Fehler sehe ich in der Androhung von Maßnahmen, die zu keiner Konsequenz führen. Wenn ich sage – wenn Du trinkst bin ich weg und nehme die Kinder mit, dann muss ich auch so handeln. Leeres Gerede bringt nichts, der Betroffene weiß: Er/Sie macht nichts.

Genau an diesen Stellen setzt meine aktive Hilfe ein. Derzeit sehr viel telefonisch und sehr oft nach Lesungen. Ich möchte Co-Abhängigen auf dem Weg vom Dunkel ins Licht helfen und sie auf ihrem Weg unterstützen. Co-Abhängigkeit ist eine anerkannte Krankheit, sie wird allerdings bisher nicht richtig wahrgenommen.

Weiteres Ziel derzeit: Menschen aus dem Dschungel der sozialen Medien in die reale Welt von Selbsthilfegruppen zu führen.

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Ich kann nur immer wieder sagen: Ich bewundere dich! Ich finde es super, was du auf geschafft hast und auf die Beine gestellt hast. Und wer könnte andere besser verstehen / ihnen besser helfen als jemand, der das alles selbst durchgemacht hat?! Hut ab. Du hast meinen vollsten Respekt.
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Ich möchte gerne noch einmal auf Burkhards Buch und Hörbuch zum Thema hinweisen:

https://www.amazon.de/Alkohol-Gefahr-überall-Sterneko…/…/ref

„Alkohol“ ist nicht als CD im Laden erhältlich, steht jedoch seit dem 11.9.2017 unter www.audiamo.com/comediantes und überall, wo es Hörbücher gibt, zum Download bereit.

Jetzt auch als Hörbuch

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