Rückfallprävention und Hilfe per App

Suchtdruck über Handy abbauen?

 

Sind wir nicht alle und immer wieder auf der Suche nach Unterstützung, wenn es darum geht unsere Sucht zu steuern, zu überwinden und den Rückfall zu vermeiden? Haben nicht gerade deshalb die sozialen Netzwerke in den letzten Jahren einen grandiosen Zuwachs bekommen, sich die Anmeldezahlen in den Gruppen bei Facebook, Twitter & Co so rapide gesteigert und auch die Foren der Selbsthilfegruppen Zuwachs zu verzeichnen? Gespräche und Ratschläge sind im Internet fast immer umgehend und unmittelbar verfügbar, in den Netzwerken fehlt oft der psychologische „Background“, die fachliche Ausbildung, aber „es ist jemand da“. Jemand hört zu und reagiert, leider nicht immer psychologisch fundiert und sinnvoll. Selbsthilfegruppen sind unverzichtbar und können die unpersönlichen Netzwerke nicht ersetzen, haben aber den Nachteil dass sie nicht immer erreichbar sind. Gerade dann, wenn der Druck am höchsten ist, wenn ich dringend Unterstützung brauche, wenn ICH Hilfe will, dann fehlt meistens ein Hilfsmittel, ein Regulativ oder eine Unterstützung.

Rabea Arps hat als Croupier seit 20 Jahren mit Glücksspieler zu tun und sich in 2010 entschlossen Psychologie zu studieren. Neben Praktika in einer Suchtklinik und einer Suchtberatungsstelle, absolvierte sie auch eine Ausbildung an der Akademie von Sabine Asgodom, einer der führenden Coaches in Deutschland. Aber damit nicht genug. Um möglichst effektiv auf die Betroffenen eingehen zu können, folgte einer weitere Ausbildung, diesmal bei einem erfolgreichen Hynotiseur aus Berlin (Alfred Himmelweiss). Diese neue Kompetenz beinhaltet die Bereiche  Raucherentwöhnung, Wunschgewicht, Reduktion von Ängsten und Sorgen.

Arps sagt: „Und da ist mir aufgefallen, dass eine mobile, zusätzliche Unterstützung fehlt. Etwas, das immer zur Hand ist. Wenn es zu einer kritischen Situation kommt, die leicht in einem Rückfall enden kann. Die Forschung weist schon länger darauf hin, dass Apps hier gute Dienste leisten könnten (für Raucher gibt es ja auch schon viele), es hat sich aber bisher niemand an so ein Projekt gewagt- schon gar keine einzelne Person. Ich hoffe sehr, dass die App ihren Zweck so erfüllt wie erhofft. Dass sich jemand in Ruhe seinen Notfallplan erstellt und sich dann im Suchtdruck daran erinnert, zum Handy greift und sofort sieht, was er/sie tun kann, um diesen Moment trocken zu überstehen.

Diese Aussage stimmt, denn schaut man mal auf die Angebote in den App-Stores, von Fitness über Diät, von der Raucherentwöhnung bis zur Rückenschulung, alle Problemfälle werden inzwischen von „schlauen“ und teilweise sogar guten Apps abgedeckt. Das Thema „Rückfallprävention“, Erstellung eines Notfallplans und Hinweise auf Sofortmaßnahmen kamen bisher nicht vor. Wir alle wissen, ein Rückfall kann unter Umständen schwere gesundheitliche Folgen haben, kann zu Problemen im beruflichen und privaten Bereich führen und Schuld oder Scham verhindern oft den Weg an die Öffentlichkeit und somit den Zugriff auf Hilfe.

Einführungsvideo – klick hier

Die „Suchthilfeapp“ erstellt aus 130 Strategien, unter Berücksichtigung der eigenen Lebenssituation , konkrete Lösungsmöglichkeiten, Notfallstrategien und mobile Hilfe.

Dabei verbindet sie bewährte Strategien aus Trauma-, Sucht- und Verhaltenstherapie mit lösungs- und ressourcenorientierten Coachingansätzen. Die Notfallstrategien sind in vier übersichtlichen Kategorien geordnet: Kontakt zu jemandem aufnehmen, einen starken Gegenreiz setzen, körperliche Aktivität und Entspannung. Ziel ist es, die jeweilige kritische Situation so schnell es geht zu verlassen oder eine unangenehme Gefühlslage gezielt zu verändern. Die Anwenderin/der Anwender erstellt für sich vorab in Ruhe aus den Strategien in wenigen Schritten einen ganz individuellen Notfallplan. Beim nächsten Öffnen der App erscheint dieser dann sofort auf dem Display.“

(Weitergehende Informationen – IOS und/oder Android – unter www.suchthilfeapp.de)

Download:           Apple IOS           Android

Weder diese App, noch Gruppen auf Facebook oder andere Hilfsangebote im Internet können reale Selbsthilfegruppen, Therapie oder Suchtberatung ersetzen, das steht außer Frage. Im Akutfall aber, bei einer kritischen Situation bei der ein Rückfall droht, kann diese App hilfreich sein. Am besten testen heißt eine alte Regel, dies ist bei der kostengünstigen App (4,99 Euro) nicht aufwendig, anonym und sofort anwendbar. Überlegt man die Preisgestaltung von „sinnfreien Apps“ die wir alle schon geladen und schnell verworfen haben, ein gut angelegter Versuch ein modernes und mobiles Hilfsmittel zu prüfen.

Schaden kann es allemal nicht einen Versuch zu wagen.

„Menschen darin unterstützen den akuten Suchtdruck ohne Rückfall zu überstehen und langfristig zufrieden abstinent zu leben“ heißt das Ziel von Rabea Arps

Werbung

Folgen Sie mir auf Facebook