Venedig die (heimliche) Stadt der Liebe

(Viaggio In Dimenticabile)

Geschichte,Tradition und Kultur der Lagunenstadt

Ein nicht ganz ernstgemeinter Reisetipp zur Stadt der Liebe Italiens und damit zu einer der ältesten und faszinierendsten Städte Europas.

Achtung: Der Beitrag kann kleine Übertreibungen, Unwahrheiten, aber auch gute Tipps enthalten.(Erstmalig hier auch als Ton-Dokumentation – hörenswert!)

Zu Inhalt und Nebenwirkungen befragen Sie bitte Ihr Reisebüro oder den Verfasser des Beitrags.

Venedig, die (heimliche) Stadt der Liebe, mit den kuschligen Gassen, dem ewigen Plätschern, den Gondeln auf dem Canale Grande und dem unterhaltsamen Wirken auf dem „Piazza San Marco(dem Markusplatz) ein Ziel, das wir schon seit Jahren hatten und jetzt im Winter realisierten. Inzwischen gibt es preisgünstige Flüge von Düsseldorf und Köln, ich entschied mich für Düsseldorf und wir landeten nach gut einer Stunde auf dem Flughafen „Marco Polo“ dem wohl verkehrsreichsten Flughafen in Italien. Knapp 20 Minuten dauert der Transfer von dort zum „Piazzale Roma“, dem zentralen Verkehrspunkt von Venedig. Oder anders gesagt dem einzigen Verkehrspunkt der mit Auto, Bus oder Bahn erreichbar ist. Natürlich kann man auch per Wassertaxi oder Wassershuttle die Halbinsel erreichen, aber der Bus ist die günstigste Variante.

Die große Brücke(Ponte della Costituzione) vom Piazzale Roma über den Canal Grande

Am „Piazzale Roma“ angekommen stehen wir zunächst fassungslos oder gar überwältigt vor der atemraubenden Kulisse des „Canale Grande“. In einem Zitat von Schirach heisst es: “Venedig ist nicht schön, sondern nur typisch“. Egal welche Städte wir auf dieser Welt schon besucht haben, die ewige Stadt mit ihren unzähligen Kanälen, den geschichtsträchtigen Häusern, den Museen, den Brücken und den Palästen hat ein besonderes Flair.

Wir starten also am „Piazzale Roma“, überqueren den „Canal Grande“ im Venezianischen Canałazzo, der Hauptwasserstraße in der Lagunenstadt, es geht über die futuristische Brücke „Ponte della Costitutione“, danach immer gerade aus.

Geradeaus bedeutet hier immer schön auf dem Hauptweg bleiben. Dieser zieht sich, entlang des „Canal Grande“, im Halbkreis durch ganz Venedig mit seinen pittoresken Häuserfronten und endet vorerst an der drittwichtigsten Sehenswürdigkeit Venedigs, der „Rialto Brücke“. Die wunderschöne alte Fußgängerbrücke aus Stein ächzt heute unter der Last von Millionen Besuchern die jährlich das Meisterwerk an Baukunst bestaunen, genauso wie unter der Vielzahl an Andenkenhändlern die den Mittelteil der Brücke verunstalten.

Die Rialtobrücke vor strahlend blauem Himmel

Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zur Hauptattraktion, dem Markusplatz mit Markusdom, der weltbekannten Kathedrale und dem im gotischen Stil erbauten Dogenpalast mit seinen Gemächern, Gefängnis und Museum.

Geschichte, Tradition und eine große Portion Kultur bestimmen das Bild der Stadt.

Piazza San Marco und Dogenpalast ein Panorama ohne Gleichen

Egal zu welcher Jahreszeit man die Lagunenstadt besucht, sie ist immer gut besucht, das touristische  Pflichtprogramm kann man an einem Tag gut schaffen, zwei Tage sind besser, drei sind ideal. So gehören die Inseln Murano (mit den Glasbläsereien) und Lido (trennt die Lagune von der offenen Adria) zum Pflichtprogramm. Der Lido erreichte internationale Bekanntheit durch die internationalen Filmfestspiele und ist mit Stränden, Villen und Kanälen ebenfalls sehenswert.

Seufzerbrücke

Hier noch ein paar Tipps:

Folgen Sie den Hinweisschildern  Piazza San Marco, Ponte di Rialto oder  Piazzale Roma. Diese Schilder sind (gefühlt) so angebracht, das auch der letzte Straßenhändler, die allerletzte Gasse und der unbedeutendste Nebenschauplatz von Touristen besucht wird. Wie gesagt, reine Vermutung, aber es ist schon seltsam, wenn man sich stundenlang im Kreis bewegt ohne sein Ziel zu erreichen.

Vermeiden Sie Restaurants, Kneipen und Cafés in der Nähe der Hauptattraktionen. Wenige Meter weiter, weg von den Touristenströmen, werden die Preise erträglich, teilweise sogar billig. Jedes Restaurant hat die besten Preise, das beste Essen und die nettesten Kellner. Vorsicht, in fast allen Fällen stimmen Essen und die Beschreibung der Kellner. Die besten Preise, allerdings für den Wirt, stelle auch ich fest. Versteckte Willkommensdrinks, aufgezwungene Nachspeisen und versteckte Servicegebühren gibt es in JEDEM Restaurant.

Auf Servicegebühren achten, der Cappuccino auf der Hand ist preiswerter, sobald man auf einem Stuhl sitzt können sich die Preise schnell verdoppeln oder verdreifachen.

gefälschte Ware in den Nebengassen

Mitbringsel, Handtaschen und Glasschmuck in den Gassen von Venedig meiden, es handelt sich fast ausschließlich um in China gefertigte Ware. So findet man auch selten italienisches Fachpersonal, eher Verkäufer mit asiatischem Einschlag und natürlich viele Kopien namhafter Hersteller. Erklingt in der Ferne die Sirene des Polizeibootes wird aus dem gurrutalen CARABINIERI, ganz schnell das schrille Calabinieli und die fliegenden Händler „fliegen“ auseinander und verstecken sich. Auch in den Seitengassen finden wir Händler mit gefälschter Ware:

Generell kann gesagt werden. Zentrum = sehr teuer, jede Gasse weiter weg, der Preis geht runter. Nur beim Pippimachen bleiben die Angebotspreise gleich. Öffentliche Toilette kostet für jede Geschäftsart und Geschlecht immer 1,50 Euro.

Hotels besser schon in Deutschland buchen, die Suche bei der Ankunft ist schwierig und unübersichtlich.

Gondoliere sind ein tolles Fotomotiv, eine 30 minütige Fahrt kostet grundsätzlich rund 80 -100 Euro. Wer den Aufenthalt in der Stadt der Liebe,  Mythen und Erzählungen für eine Hochzeit nutzt, der kommt auf seine Kosten. Kaum eine Stadt der Welt  bietet mit seinen romantischen Flecken, der atemberaubenden Kulisse  und den verträumten Brücken und Kanäle eine bessere Location. Aber Vorsicht, auch hier behält Schirach Recht, denn wer in Venedig fotografiert, der fotografiert überwiegend Fotografierende.

In den letzten Jahren wird viel über Venedig berichtet, Hotel- und Pensionsbesitzer vertreiben die Einheimischen. Die Mieten steigen ins Unmessliche und die Gebäude selbst sind teilweise in einem schlechten Zustand. Die kanalseitigen Fassaden stehen auf Holzpfählen, die inzwischen verrotten und Venedig droht in der Lagune zu versinken.

Für diejenigen, die noch nicht in Venedig waren, ein Muss. Kein Urlaub zur Entspannung und  nichts für den Jahresurlaub, aber ganz gewiss ein kunsthistorischer Leckerbissen und ein Pflichtprogramm bei Aufenthalten in Norditalien.

Einige Schnappschüsse aus der Stadt der „heimlichen“ Liebe:

Jetzt auch als Hörbuch erhältlich und natürlich auch als Buch

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