Odyssee eines kleinen Hundes

Tasso e.V. findet verlorenen Hund nach über einem Jahr

Es war einmal, so fangen die meisten Märchen an, eine Familie aus Bergheim, eine Familie aus Polen und ein kleiner „Streuner“, der sich in seiner Familie mehr als wohl fühlte.

Vor ungefähr einem Jahr zog die kleine Familie von Bergheim aus der Innenstadt an den Stadtrand von Elsdorf (ebenfalls im Rheinerftkreis). Am Tage des Umzugs wurden die junge Familie begleitet von den Schwiegereltern( die schon häufiger in Bergheim zu Gast waren) und deren kleinen Mischling Klops. Klops mochte die Umgebung und fühlte sich auch, weit weg von Polen, wo er ursprünglich lebte, am Ufer der kleinen Erft, sehr wohl. Er genoss die Gassigänge, lag auf der angrenzenden Wiese mit dem Boule-Platz in der Sonne, aber an diesem Tag war vieles anders.

Am frühen Morgen kamen die Möbelpacker und verfrachteten den Hausrat, die Möbel und alles was dazu gehört in das neue Haus im Elsdorfer Neubaugebiet.

Das damalige „Fahndungsfoto“

Der kleine Klops, so heißt der Protagonist der kleinen Geschichte, musste mit. Er wurde im Personenwagen von Bergheim nach Elsdorf gebracht und tollte im Haus und im Garten des neuen Hauses herum. Irgendwann aber muss ihm langweilig geworden sein, oder es war ihm einfach zu laut, durch die vielen Leute, die sich im Haus aufhielten.

Er verschwand. Zunächst merkte das niemand und erst gegen Abend wurde der kleine Hund vermisst.

Eine hektische Suche begann und als letzter  Ausweg blieb die Suche im rund 7 KM entfernten Bergheim. Wohlgemerkt der kleine Hund war vorher nie in Elsdorf und kannte auch die Strecke von Elsdorf nach Bergheim nicht.

Nach Aufrufen auf Facebook und in unterschiedlichen anderen Medien wurde er in der Bergheimer Innenstadt, am Villerand und in Kenten gesichtet, danach verlor sich seine Spur.

Auf Facebook tobte der Wahnsinn, viele, sehr viele Menschen beteiligten sich an der Suche, letztlich blieb nichts anderes als die Information an Tasso e.V. , aber der kleine Klops blieb verschwunden.

Vor etwas mehr als einem Jahr war Autofahren kein Problem

Frauchen und Herrchen suchten tagelang und blieben zwei Wochen länger in Deutschland um ihre Liebling wieder zu finden. Aber eines Tages endeten die Möglichkeiten und die beiden verließen Deutschland tief traurig und ohne den geliebten Stinker.

Tage, Wochen und Monate vergingen –nichts geschah!

Dann, nach über einem Jahr meldete sich die Tierschutzorganisation Tasso bei den Besitzern von Klops. Über den implantierten Chip wurde in Euskirchen ein Hund mit der Registriernummer von Klops gefunden. Man war sich nicht sicher- ist er es, oder ist er es nicht.

Es bestand kein Zweifel: Klops war in Wuppertal, also rund 80 Kilometer von Elsdorf entfernt gefunden worden und hatte über Facebook vermittelt einen neuen Besitzer in Ennepetal gefunden.

Was tun, sollte die Geschichte doch noch ein gutes Ende nehmen?

Die alten Besitzer machten sich auf die Reise vom rund 1000 Kilometer entfernten Gliwice in Polen um den kleinen Hund zu besuchen und „ihm selbst die Entscheidung zu überlassen, wo er leben will“.

In Ennepetal angekommen wurde erst das alte Frauchen herzlich begrüßt, dann folgten die beiden mitgereisten Enkel, auch hier große Freude. Als Herrchen aus dem Auto stieg, rastete Klops fast aus, so groß war seine Wiedersehensfreude. Aber nicht genug damit, denn Klops sollte alleine entscheiden. Man machte zusammen mit der neuen Familie und seinem Freund, ebenfalls einem kleinen Mischling einen Spaziergang und am Ende wollten alle das Auto besteigen um eine eventuelle Heimreise anzutreten.

Hier traf Klops SEINE Entscheidung. Freude hin oder her, ins Auto wollte er nicht! Sein neues Frauchen entfernte sich(heimlich) ohne den Hund zu rufen. Klops bemerkte das Fehlen seines neuen Frauchens, machte kehrt und rannte in Richtung neues Zuhause. Die „alten Herrchen“ waren abgemeldet und Klops hatte sich entschieden und blieb in Euskirchen.

Mit traurigen Augen, aber einem guten Gefühl es versucht zu haben, fuhren die alten Besitzer zurück nach Polen und vermieden somit auch eine neue Trennung.

Das Ende der Geschichte: Klops hat es gut, fühlt sich wohl und einmal mehr bewies Tasso e.V. dass es sich um eine der erfolgreichsten Organisationen im Bereich Haustierzentralregister handelt.

Nicht immer haben Märchen das erwartete Ende und in diesem Falle hat sich das Schicksal auf die Seite eines kleinen Hundes geschlagen. Er lebt im Kreise seiner neuen Familie und zusammen mit seinem Freund in Ennepetal.

Klops und sein neuer Freund

Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er dort bis an sein Lebensende.

Das ideale Geschenk: Kurzgeschichten für jung und alt. Der Erlös aus „Best of Issn´Rüde“ geht an Tasso e.V. (Klick auf das Bild)

Folgen Sie mir auf Facebook