Emotionale und authentische Fotografie im Erftkreis

Es gibt sicherlich eine ganze Reihe von guten Fotograf*innen in unserer Region und ich habe mir häufig die Frage gestellt, was macht „einen guten Fotografen aus?“. Macht er gute Bilder, hat eine gute Kamera oder gibt es andere Kriterien. Ich selbst glaube das ein guter Fotograf in der Lage ist eine Geschichte zu erzählen, er ist in der Lage eine Stimmung zu festzuhalten, das auch der Betrachter diese Stimmung spürt.

Heike Melbert im Gespräch(Foto:Katrin Heyl)

Ich habe Heike Melbert im Zusammenhang mit meinen Hundebüchern kennengelernt, kenne ihre Bilder und habe mich selbst von ihr ablichten lassen. Die Bilder sind besonders, deshalb möchte ich Heike in einem Interview vorstellen und den Erftkreis (und darüber hinaus) auf sie aufmerksam machen.

Heike, stell Dich doch bitte selbst vor:

Machen wir es kurz: 1963 in Waldbröl geboren, geschieden, zwei erwachsene Kinder und gelernte Einzelhandelskauffrau. Ich lebe mit meiner Hündin Nena in Erftstadt, bin seit 2011 Frührentnerin und seit Juli  2019 selbständig im Nebenerwerb als Fotografin.

Die obligatorische Frage nach den Hobbys?

Fotografieren (bevorzugt Mensch, Tier u Natur), Tanzen (Discofox), Hunde (bei FB leite ich eine Hundegruppe „Hundefreunde aus Erftstadt u Nähe“ und  Schreiben (Hundebücher)

Foto:Klaus Wilk

Wie bist Du zum Fotografieren gekommen?

Mit 10 Jahren habe ich die erste Kamera (analoge Agfa mit Rollfilm) zu Weihnachten bekommen, schon damals faszinierte es mich, emotionale Momente mit der Kamera einzufangen. Aus Knipsen wurde mehr, als ich mir vor 4 Jahren die erste Spiegelreflex Kamera kaufte. Seitdem Workshops besucht, Mitglied verschiedener Fotogruppen etc.

Wie definierst Du die Fotografie?

Fotografie ist nicht nur WISSEN! Das Allerwichtigste ist Talent, Kreativität und die Fähigkeit nicht nur mit den Augen sondern auch mit dem Herzen zu sehen. Fotos sind Spiegel der Vergangenheit, die in der Zukunft, einen Blick in frühere Zeiten gewähren.

Du hast Dich inzwischen selbstständig gemacht, also scheint mehr dahinter zu stecken als das pure Hobby?

Weil mir eine innere Stimme immer wieder zuflüsterte, mach deinen Traum wahr. Ich kündigte meinen Minijob in einem Drogeriemarkt und setzte alles auf eine Karte. Einfach war dies nicht, da mir Ängste, Zweifel und Unsicherheiten erst einmal zu schaffen machten. Ich nahm allen meinen Mut zusammen und wagte den Sprung ins kalte Wasser. Der Umgang mit Menschen ist mir sehr wichtig, gerade bei der Fotografie blicke ich in ihre Seelen. Viele Menschen sind Kamerascheu, ich freue mich dann immer, wenn ich es schaffe ihnen Mut zu machen und sie sich  durch meine lebenslustige Art  dann öffnen können. Es geht mir hier nicht allein ums Geld verdienen, dies ist natürlich auch ein Aspekt. Mir geht`s in erster Linie  darum, Menschen glücklich zu machen. Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Bedeutet für Dich Tierfotografie – eine Herausforderung?

Hunde oder Tiere zu fotografieren ist eine besondere Herausforderung, denn sie halten nicht lange still. Meine Hündin Nena ist ein erfahrenes Model und setzt sich für ein Leckerlie direkt in Pose. Dies haben aber wir aber auch lange trainiert. Generell ist es nicht leicht Tiere zu fotografieren, aber es macht ne Menge Spaß, da man ihr Handeln nicht voraussehen kann. Sie sind wie kleine Kinder und machen meist nie das was sie sollen 😉 gerade da freue ich mich ganz besonders, wenn ich lustige oder emotionale Momente mit der Kamera einfangen kann.

Was sagst Du zum Thema – Naturfotografie

Ich wohne in der 7. Etage und liebe es den Himmel zu betrachten und z.b. wunderschöne Aufnahmen von einem Sonnenuntergang zu machen. Wolken haben auch einen ganz besonderen Reiz, da man der Fantasie freien Lauf lassen kann. Dann sieht man plötzlich ein Pferd, einen Delfin oder ein verwunschenes Schloss in den Wolken. Wenn ich dann im richtigen Moment den Auslöser der Kamera gedrückt habe, macht mich das glücklich. Denn es ist wie ein Wunder, dieser Moment wird nie wieder kommen, aber ich habe ihn eingefangen und kann mich immer wieder daran erfreuen.

Abschließend, wie siehst Du Deine derzeitige Situation?

Die Konkurrenz schläft nicht….

es ist nicht leicht, Kundenaufträge zu erhalten, da die Konkurrenz nicht schläft. Es gibt einfach zu viele Fotografen, jeder kann im Prinzip Fotos mit dem Handy machen usw. Dazu kommt, dass seit Einführung der DSGVO vieles beschwerlicher geworden ist. Als Newstarter ist es für mich nicht leicht. Ich bin aber der Überzeugung, dass ich ein besonderes Talent habe, ich entwickele mich stetig weiter und ich liebe alle Lebewesen. Für mich eine sehr wichtige Voraussetzung, denn nicht nur der Umgang mit der Kamera und der Bildbearbeitung sollte gelernt sein – auch der Umgang mit Mensch und Tier. OHNE Empathie u gefühlvollem Handeln kommt man in dem Job nicht weiter….

Ich gebe immer mein BESTES und freue mich über jeden kleinen ERFOLG!

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